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Nachdenken und die Nachdenkseiten...

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Heute Mittag habe ich etwas von diesen Dingen getan, die für mich ein äußerst wichtiges Instrument in den vergangenen Monaten geworden sind - ich habe "genetzwerkt". Wichtig, weil es einfach gut tut, sich mit Menschen auszutauschen, die nicht immer unbedingt in allem mit meiner ganz persönlichen Meinung übereinstimmen, denn dieses "Schwarz-Weiss-Denken" findet man mittlerweile leider an jeder Straßenecke und - nein, diese Art von Austausch ist echt und lebendig. Und natürlich gehen wir in vielen Dingen konform und haben uns auf einer Ebene getroffen, die zumindest schon einmal Grund genug war, eine Zusammenarbeit zu forcieren - sprich, wir sind uns gedanklich nicht so fremd und andersartig.


Was für mich wichtig ist, ist mehr der menschliche Umgang und der faire Diskurs über all' die Dinge, die uns bewegen, die den Alltag bestimmen, die unsere Vergangenheit betreffen, aber auch unsere Zukunft - und was wir selber dafür tun können, damit man mit einem guten Gefühl auch hier auf diesem Planeten sein kann. Das ist zumindest mir und auch meinem Gegenüber wichtig.


Heute haben wir einen kleinen Grundstein gelegt für eine Zusammenarbeit im Neuen Jahr. 2 unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Talenten - zusammen ein gutes Team, was vieles bewirken und ins Rollen bringen kann.


Ich möchte euch gerne motivieren und ermutigen, auch eure Talente, die in jedem von uns schlummern zu nutzen, um mit euren Mitmenschen zusammen zu kommen, etwas auf die Beine zu stellen, was ihr wirklich gut könnt und was vielleicht anderen hilft, ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Es ist an manchen Tagen ziemlich schwer, bei all dem Chaos um uns herum noch freundlich zu sein und gutgelaunt durch den Tag zu kommen. Aber eigentlich gibt es gar keine Option, missmutig zu sein, eigentlich müssen wir nach vorne schauen und versuchen, Stück für Stück die Grundsteine zu legen, damit es vielleicht auch für uns wieder erträglicher wird und die Gesellschaft insgesamt ein wenig empathischer und toleranter in ihrem Umgang miteinander. Dann fällt das Lächeln auch viel leichter - aber Trübsal blasen hilft niemandem!


Es gibt außerdem dutzende Dinge, die man tun kann, um sich selbst auch wieder in eine bessere Stimmung zu versetzen, mit der man dann natürlich auch wieder viel leichter in Kontakt mit seiner Umwelt kommt - das ist gerade in der kalten Jahreszeit besonders wichtig, um sich nicht dem Herbst-und Wintertief noch zusätzlich zu unterjochen: Sport, leckeres Essen, bunte farbige Kleidung, schöner Musik mit entspannten Düften lauschen, Spazierengehen, egal, welches Wetter gerade draußen ist und vor allem mit einer positiven Grundeinstellung in den Tag starten.


Wer dann Lust hat, Menschen zu treffen, die vielleicht auch in Gedanken sind und diese mit anderen austauschen möchten, der kann hier schauen und regionale Netzwerke finden oder sich vielleicht auch selber einen kleinen Kreis im eigenen Umfeld aufbauen:



Ich finde diese Communities sehr wichtig - sie sind nicht nur ein Ersatz für die fehlende Sippe, die man nicht immer um sich herum hat, sondern können auch ein Becken sein für viele Dinge, die uns bewegen und bei denen man so manches Mal nicht weiss, wo man sie hinterlassen soll. Gecancelt wird überall, aber geredet manchmal nur im Verborgenen...

Gerade bin ich ziemlich intensiv in der Planung des Symposiums Falkensee im April 2024 - und auch dort soll wieder viel vernetzt und diskutiert werden. Wir Menschen sind nicht dafür gemacht, unsere Sorgen und Nöte mit uns alleine auszumachen. Es tut so gut, in einer wohlwollenden und liebevollen MenschheitsFamilie aufgehoben zu sein!


Und hier noch ein Schmankerl aus der Nius-Redaktion zum Wochenende, weil es zum Thema "cancel culture" so gut passt...


"Liebe Leserinnen und Leser,

wissen Sie, was eine der erschreckendsten Entwicklungen unserer Zeit ist? Dass Menschen anderen Menschen vorschreiben wollen, mit wem sie reden dürfen. Und mit wem nicht.

Wer auf einem Foto mit Hans-Georg Maaßen auftaucht, ist verdächtig. Wer Alice Weidel allzu andächtig zuhört, steht kurz vorm AfD-Eintritt. Für solche Tatbestände muss man sich dann öffentlich entschuldigen, maximal weit distanzieren vom eigenen Fehltritt. Ansonsten droht der gesellschaftliche Ausschluss.

Diese Form der Kontaktschuld ist Teil der „Cancel Culture“-Methode: Gesellschaftlicher Druck soll die Menschen dazu zwingen, bestimmte Menschen zu meiden. Wer eine unerwünschte Person trifft, wird selbst zur unerwünschten Person. Das Ziel ist: Ein Klima erzeugen, in dem jedem bewusst ist: Wenn du DAS machst, bist du raus. Bestrafe einen, erziehe hunderte – das hat schon bei Mao funktioniert. Diese Woche wurde unsere Redaktion Teil dieses Mechanismus. Und es geht um keinen geringeren als Rudi Völler, seines Zeichens Lichtgestalt des deutschen Fußballs.

DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat Folgendes gemacht: 20 Jahre nach dem legendären Weizenbier-Interview auf Island hat er sich wieder mit Waldemar Hartmann getroffen. Das 36-minütige Gespräch ist ein Galopp durch die aktuelle DFB-Krise, die Verbandsstrukturen und ein Blick in die gemeinsame Vergangenheit. Nichts an dem Gespräch ist ehranrüchig. Niemand wird beleidigt. Oder verletzt. Aber weil Waldemar Hartmann kein ARD-Mikrofon vor der Brust hat, sondern das Interview bei NIUS gezeigt wurde, drehen alle Journalisten durch.


Eine kurze Auswahl der Berichterstattung:

„Empörung über Völler-Auftritt – das steckt dahinter“ – T-Online „Rudi, mir graut vor dir“ – Taz „Zum Kopfschütteln“ – 11Freunde „Umstrittenes Interview mit Waldemar Hartmann – Rudi Völler irritiert mit Auftritt bei rechtem Medium“ – Frankfurter Rundschau „DFB-Sportdirektor Rudi Völler stolpert ins Populisten-Portal“ – n-tv


Noch einmal: Es geht in all diesen Artikeln nicht darum, WAS gesagt wurde, sondern lediglich WO es gesagt wurde.


Das Motto ist: Wie KANN er nur dort sprechen? Bei NIUS? Diesem von „Faktenverdrehern“ (11Freunde) „aus dem Boden gestampften Portal zur krawalliger Hetze“ (n-tv), das „teils sehr rechten Positionen eine Plattform“ gibt (t-online)?


Sie ahnen es: Gründe, was jetzt das Problem mit NIUS ist, finden sich in den Schmähschriften nicht. Der härteste Vorwurf geht so, ich zitiere aus der Taz: „Hartmann macht das, was sich gehört bei einem Medium, das sich ,Stimme der Mehrheit‘ nennt. Er klopft populistische Sprüche – gegen den Videobeweis zum Beispiel oder für deutsche Tugenden auf dem Platz. Einmal hat er seine Frau zitiert. Die habe gefragt, warum sich Jenni Hermoso, die spanische Weltmeisterin, nicht körperlich gewehrt habe, als ihr der damalige Verbandschef bei der Siegerehrung einen Kuss auf den Mund aufgezwungen hat. Ja, Rudi, es geht ziemlich finster zu bei Nius.“


Ja, wie kann man nur gegen den Videobeweis sein, in einer Verbandskrise deutsche Tugenden auf dem Platz einfordern oder für einen wehrhaften Feminismus sein. Dieser Hartmann. Ein ganz schlimmer. Und dann macht der Völler auch noch mit und tut so, als sei es das Normalste auf der Welt, mit diesem Sportreporter über Fußball zu sprechen!

Auch herrlich: Die Frankfurter Rundschau schreibt, Völler habe „über das verlorene Länderspiel gegen Österreich“ gesprochen – tatsächlich hat er über die Niederlage gegen die Türkei geredet und für das Österreich-Spiel einen 2:1-Sieg getippt. These: Niemand von der Frankfurter Rundschau hat das Interview gesehen, in dem es durchgehend um das Türkei-Länderspiel geht. Aber eine Abrechnung geht natürlich immer. Zu viel Recherche ist schließlich ein Zeichen von Meinungsschwäche.


Diese Menschen wollen diktieren, mit wem einer der renommiertesten Sportler dieses Landes sprechen darf und mit wem nicht. Sie sitzen in ihren Redaktionen und skandieren: „Kein Rudi Völler, es gibt bald kein Rudi Völler!“


Rudi Völler wurde als Spieler Fußballweltmeister, hat die Nationalmannschaft als Teamchef bis ins WM-Finale geführt, Bayer Leverkusen über Jahrzehnte erfolgreich als Manager durch die Bundesliga manövriert. Obwohl er sich in die Rente verabschiedet hatte, hilft er dem DFB aktuell in der größten Verbandskrise aller Zeiten als Sportdirektor noch einmal aus.

Und dieser Mann soll nicht selbst entscheiden können, wo er sprechen kann und wo nicht? Wer so tickt, sollte über folgendes nachdenken: Vielleicht sind nicht Völler oder NIUS das Problem. Sondern man selbst.


Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Willi Haentjes NIUS Chefredaktion"






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