Russland ist nicht unser Feind
- MenschheitsFamilie

- 8. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Warum wir am 20. Juni am Brandenburger Tor zusammenkommen
Am 20. Juni 2026 versammeln wir uns am Brandenburger Tor in Berlin. Nicht gegen Menschen. Nicht für Feindbilder. Nicht für weitere Eskalation.
Wir kommen zusammen für Frieden, Erinnerung, Verständigung und die Überzeugung, dass die Zukunft Europas nicht in neuer Konfrontation, sondern nur in Dialog und Zusammenarbeit liegen kann.
Die Initiative „Russland ist nicht unser Feind“ entstand aus der Sorge vieler Menschen über die zunehmende Militarisierung der öffentlichen Debatte und die Rückkehr eines Denkens, das wieder in Freund und Feind einteilt.
Gleichzeitig entstand sie aus der Überzeugung, dass die Beziehungen zwischen Deutschen und Russen zu wertvoll sind, um sie den politischen Spannungen unserer Zeit zu opfern. Über Jahrzehnte wurden Begegnungen aufgebaut, Städtepartnerschaften gepflegt, kulturelle Projekte verwirklicht und persönliche Freundschaften geschlossen. Viele Menschen haben erlebt, wie bereichernd dieser Austausch sein kann.
Wir möchten dazu beitragen, dass diese Brücken erhalten bleiben.
Der Aufruf „Russland ist nicht unser Feind“ wird von zahlreichen Einzelpersonen, Friedensinitiativen, Vereinen, Kulturschaffenden, Wissenschaftlern, Journalisten und engagierten Bürgern getragen. Viele bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens haben ihn ebenso unterstützt wie zahlreiche Organisationen und Bündnisse, die sich seit Jahren für Frieden, Dialog und Völkerverständigung einsetzen.
Erinnerung verpflichtet
Der Termin unserer Kundgebung wurde bewusst gewählt.
Am 22. Juni 1941 begann mit dem Überfall des Deutschen Reiches auf die Sowjetunion einer der grausamsten Vernichtungskriege der Menschheitsgeschichte. Millionen Menschen verloren ihr Leben. Ganze Städte und Dörfer wurden zerstört. Familien wurden auseinandergerissen. Das Leid, das von deutschem Boden ausging, wirkt bis heute nach.
Wir sind überzeugt: Aus dieser Geschichte erwächst Verantwortung.
Eine Verantwortung, die nicht darin besteht, neue Feindbilder aufzubauen, sondern Brücken zu erhalten. Eine Verantwortung, die Erinnerung nicht gegen Verständigung auszuspielen. Eine Verantwortung, die Friedensfähigkeit höher zu bewerten als Kriegstüchtigkeit.
Warum wir diese Initiative gegründet haben
Viele Menschen spüren, dass etwas verloren zu gehen droht.
Über Jahrzehnte wurden Begegnungen zwischen Deutschen und Russen aufgebaut. Schüleraustausche fanden statt. Wissenschaftler arbeiteten zusammen. Künstler, Musiker und Vereine schufen Räume der Begegnung. Freundschaften entstanden.
Heute erleben wir, wie viele dieser Verbindungen unter Druck geraten oder sogar abbrechen.
Wir halten das für einen gefährlichen Irrweg.
Völker sind nicht ihre Regierungen. Menschen sind nicht verantwortlich für politische Konflikte. Wer Brücken zerstört, erschwert spätere Verständigung. Wer Feindbilder pflegt, bereitet den Boden für neue Konflikte.
Deshalb sagen wir:
Russland ist nicht unser Feind.
Dieser Satz bedeutet nicht, politische Entwicklungen unkritisch zu betrachten. Er bedeutet vielmehr, dass wir den Weg des Dialogs, der Diplomatie und der menschlichen Begegnung nicht aufgeben wollen.
Warum der 20. Juni wichtig ist
Die Kundgebung am Brandenburger Tor ist mehr als eine einzelne Veranstaltung.
Sie ist ein öffentliches Zeichen dafür, dass viele Menschen in Deutschland weiterhin für Verständigung, Frieden und gute Nachbarschaft eintreten.
Sie ist ein Ort der Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher politischer Hintergründe, Generationen und Lebensgeschichten.
Sie ist ein Ort des Erinnerns.
Und sie ist ein Ort der Hoffnung.
Mit Redebeiträgen, Musik und persönlichen Begegnungen möchten wir zeigen, dass Frieden nicht durch Schweigen entsteht, sondern durch Menschen, die bereit sind, miteinander zu sprechen.
Unsere Arbeit endet nicht am 20. Juni
Die Kundgebung ist für uns kein Endpunkt.
Wir möchten die Initiative langfristig weiterentwickeln und als überparteiliches Dach für deutsch-russische Freundschaftsinitiativen, kulturelle Begegnungen und zivilgesellschaftlichen Austausch erhalten.
Unser Ziel ist es, Menschen miteinander zu vernetzen, bestehende Projekte sichtbar zu machen und neue Räume der Begegnung zu schaffen.
Gerade in Zeiten politischer Spannungen braucht es Orte, an denen Vertrauen wachsen kann.
Die Zukunft Europas wird nicht durch Abschottung entstehen, sondern durch Gespräch, Begegnung und gegenseitiges Verständnis.
Wir brauchen Eure Unterstützung
Die Kundgebung am 20. Juni wird ausschließlich durch Spenden und das Engagement vieler ehrenamtlich tätiger Menschen ermöglicht.
Bühne, Technik, Genehmigungen, Infrastruktur, Sicherheitsauflagen und die organisatorische Vorbereitung verursachen erhebliche Kosten. Jeder Beitrag hilft uns dabei, diese Veranstaltung zu realisieren und die Botschaft von Frieden, Verständigung und guter Nachbarschaft sichtbar in die Öffentlichkeit zu tragen.
Doch unsere Arbeit endet nicht mit dem 20. Juni 2026.
Wir verstehen die Initiative „Russland ist nicht unser Feind“ nicht als einmalige Kampagne, sondern als langfristiges Netzwerk für deutsch-russische Verständigung, kulturellen Austausch und zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit.
Auch in Zukunft möchten wir bestehende Initiativen miteinander vernetzen, neue Begegnungsräume schaffen, Freundschaftsprojekte unterstützen und Menschen zusammenbringen, die sich für Dialog, Frieden und gegenseitigen Respekt einsetzen.
Gerade in Zeiten politischer Spannungen braucht es Orte, an denen Vertrauen wachsen kann. Orte, an denen Menschen miteinander sprechen statt übereinander. Orte, an denen Brücken erhalten und neue Verbindungen geschaffen werden.
Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende. Mit Ihrem Beitrag helfen Sie uns nicht nur, die Kundgebung am 20. Juni zu ermöglichen, sondern auch die langfristige Arbeit unserer Initiative fortzuführen.
Jede Unterstützung zählt.
Noch wichtiger aber: Kommen Sie am 20. Juni nach Berlin.
Bringen Sie Freunde, Familie und Kollegen mit.
Zeigen wir gemeinsam, dass Erinnerung und Verständigung stärker sind als Angst und Feindbilder.
20. Juni 2026
Brandenburger Tor, Berlin
Für Frieden, Verständigung und gute Nachbarschaft
Russland ist nicht unser Feind.





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