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MenschheitsFamilie

In den vergangenen Jahren habe ich – gemeinsam mit vielen engagierten Mitstreitern – unzählige Veranstaltungen, Podien, Gespräche und Formate initiiert oder begleitet. Getragen von dem Wunsch, aufzuklären, Brücken zu bauen, Gräben zu überwinden. Getragen auch von der Hoffnung, dass Verständigung, Dialog und Diplomatie wieder stärker ins Zentrum unseres gesellschaftlichen und politischen Handelns rücken.

Heute möchte ich offen teilen, warum ich mich entschieden habe, künftig von großen eigenen Symposiums- und Podiumsformaten im Rahmen der Menschheitsfamilie Abstand zu nehmen.


Wenn Aufklärung auf Erschöpfung trifft


Die Corona-Jahre haben tiefe Spuren hinterlassen. Nicht nur politisch und gesellschaftlich, sondern auch seelisch. Trotz zahlloser Aufklärungsveranstaltungen, trotz vieler ernsthafter Bemühungen, Menschen wieder miteinander ins Gespräch zu bringen, ist eine wirkliche Heilung dieser gesellschaftlichen Verletzungen bislang ausgeblieben.

Stattdessen erleben wir eine zunehmende Verhärtung, ein Auseinanderdriften, ein Rückzug ins Eigene. Gleichzeitig prasseln – im Sekundentakt – neue Schreckensmeldungen auf uns ein: Kriege, Eskalationen, moralische Abgründe, Machtmissbrauch, zuletzt auch Enthüllungen wie die Epstein-Akten. Für viele Menschen ist diese Dauerüberforderung emotional kaum noch auszuhalten.

Was wir beobachten, ist keine kollektive Auflehnung, sondern oft das Gegenteil:Ein Einigeln, eine innere Schutzmauer, ein Erschöpftsein.

Ich nehme diese Entwicklung nicht nur bei anderen wahr – sondern auch bei mir selbst.


Friedensarbeit braucht Kraft – und gute Bedingungen


Die russlandfeindliche Politik der Bundesregierung und vieler europäischer Staaten, das fast vollständige Verstummen diplomatischer Sprache und der reflexhafte Ruf nach immer mehr Konfrontation haben mich über Jahre zutiefst beschäftigt. Meine Veranstaltungen sollten Räume schaffen, in denen wir Politik wieder zur Verantwortung rufen, Diplomatie einfordern und friedliche Lösungen sichtbar machen.

Doch Friedensarbeit darf nicht auf Selbstausbeutung beruhen.

Ich habe gemerkt, trotz vieler helfender Hände und Unterstützung von lieben guten Freunden: Organisieren, Tragen, Halten, Moderieren, Aushalten – das kostet auf Dauer mehr Kraft, als ich aktuell geben kann. Und ich glaube, dass Ehrlichkeit an dieser Stelle kein Rückzug ist, sondern Verantwortung – mir selbst und der Sache gegenüber.


Ein Schritt zurück – und viele Schritte weiter


Ich ziehe mich nicht aus der Friedensbewegung zurück. Im Gegenteil.Ich bleibe ihr eng verbunden, arbeite weiter an Projekten mit wunderbaren Menschen und bringe mich dort ein, wo Energie geteilt, Verantwortung gebündelt und Wege gemeinsam gegangen werden.

Die Menschheitsfamilie wird leiser werden – aber nicht stumm. Fokussierter. Verbundener. Nachhaltiger.


Einladung: Ein wichtiges Podium im April


Sehr gerne möchte ich an dieser Stelle auf eine Veranstaltung hinweisen, die mir besonders am Herzen liegt:

Am 17. April 2026 findet im Theater Ost eine Podiumsdiskussion initiiert durch den Kulturkreis Pankow statt mit:

  • Gabriele Krone-Schmalz

  • Petra Erler

  • Sergei Netschajew, Botschafter der Russischen Föderation


Dieses Podium steht für genau das, was wir dringend brauchen: Sachlichkeit, historische Einordnung, Dialogfähigkeit und den Mut, jenseits von Feindbildern zu denken.


Russland ist nicht unser Feind


Ebenso möchte ich auf das Projekt Russland ist nicht unser Feind hinweisen.Auf der gleichnamigen Webseite findet sich ein Aufruf, der zur Verständigung, zur Erinnerung und zur Verantwortung mahnt.

Am 20. Juni findet in Berlin eine Kundgebung zum 85. Jahrestag des Überfalls Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion statt. Ein Tag, der uns erinnert, wohin Entmenschlichung, Feindbilder und Geschichtsvergessenheit führen können – und warum Frieden immer wieder neu verteidigt werden muss.


Zum Schluss – persönlich


Manchmal ist es kein Aufgeben, sondern ein Innehalten. Kein Rückzug, sondern ein Neuausrichten. Kein Schweigen, sondern ein bewussteres Sprechen.


Ich danke allen, die diesen Weg mit mir gegangen sind – und weitergehen. In welcher Form auch immer.


In Verbundenheit

Daniela


Praktische Hinweise & Möglichkeiten zur Unterstützung


  • Die Webseite „Russland ist nicht unser Feind“ besuchen und den Aufruf lesen

  • Den Aufruf unterzeichnen und im eigenen Umfeld weitergeben

  • Die Kundgebung am 20. Juni in Berlin vormerken

  • Gespräche im eigenen Alltag suchen – ruhig, respektvoll, menschlich

  • Eigene Grenzen ernst nehmen: Friedensarbeit beginnt auch im Inneren


Manchmal beginnt Veränderung nicht mit Lautstärke, sondern mit Klarheit.



 
 
 

1 Kommentar


Gast
vor 19 Stunden

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